QBG Band 28: Die Freiherren von Rhäzüns

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«Die Freiherren von Rhäzüns»
Studien zum Aufstieg und Machtzerfall eines rätischen Adelsgeschlechtes (insbesondere im 14. und 15. Jahrhundert).
Linus Bühler
Hardcover 206 Seiten
ISBN: 978-3-85637-434-1
Kommissionsverlag Desertina

Beschreibung

Mit den Freiherren von Rhäzüns starb um die Mitte des 15. Jahrhunderts das nach den Vazern bedeutendste Adelsgeschlecht Rätiens aus. Von bescheidenen Anfängen in Rhäzüns-Bonaduz ausgehend, gelang es ihnen als «edelfreies» Geschlecht auf eigenem Grundbesitz und mit königlichen und bischöflichen Lehen ausgestattet sowie aufgrund der niederen Gerichtsbarkeit, der sich später die Blutgerichtsbarkeit anschloss, eine eigene Herrschaft zu bilden. Obwohl nicht an der Erbschaft der Freiherren von Vaz (vor Mitte des 14. Jahrhunderts) beteiligt, glückte den Rhäzünsern dank ihrer wirtschaftlichen Stärke und ihrer Fehdetüchtigkeit das Nachrücken in zahlreiche ehemals vazische Positionen (Heinzenberg, Safien, Jörgenberg). Den Aufstieg zum führenden weltlichen Adelsgeschlecht Bündens erklomm das Haus in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts unter Ulrich II. Brun (1367 – gest. vor 20.9.1415), dem bedeutendsten Ver­treter des Geschlechtes.
In der sogenannten Rhäzünser Fehde (1394-1415) zwischen Ulrich II. Brun und Bischof Hartmann II. von Chur ging es grundsätzlich um Ausdehnung und Festigung der Territorialhoheit. Militärisch gab es keinen Sieger, die Fehde kennzeichnet den missglückten Durchbruch Ulrich Bruns gegenüber Bischof Hartmann und dem Hochstift. Die Auseinan­dersetzung ist zugleich Ausgangspunkt für politische und rechtliche Veränderungen, die Ausdruck fanden in den aufstrebenden Kommunalbewegungen und Bünden. Mit wirtschaftlichem und sozialem Wandel gekoppelt, gewannen neue politische Kreise in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts an Einfluss und Bedeutung. Diese begrenzte Führungsschicht innerhalb des Grauen Bundes entstammte teils dem altem Ministerialadel, teils dem rechtlich gehobenen Stande und übernahm allmählich, vorerst noch in Verbindung mit der alten feudalen Elite, die Führung im Gebiete des Oberen oder Grauen Bundes.
1458 starb Georg von Rhäzüns, der letzte männliche Vertreter der Familie. Die Herrschaft wurde aufgeteilt, wobei die Stammherrschaft mit Rhäzüns, Bonaduz, Ems und Felsberg 1497 an Habsburg gelangte.

«Die Freiherren von Rhäzüns»
Studien zum Aufstieg und Machtzerfall eines rätischen Adelsgeschlechtes (insbesondere im 14. und 15. Jahrhundert).
Linus Bühler
Hardcover 206 Seiten
ISBN: 978-3-85637-434-1
Kommissionsverlag Desertina

Buchbesprechung von Dr. Claudio Willi im Rhiiblatt vom 28. Dezember 2012

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