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Origen

„Origen“ ist rätoromanisch und bedeutet „Ursprung“. Im lateinischen Wortstamm ist die Schöpfung enthalten, das Erschaffen an sich, das original und originär ist.

Der Name ist Programm und steht für eine der eigenwilligsten Kulturinstitutionen des Alpenraums. Origen arbeitet mit archaischen Theaterformen und interpretiert sie neu, abseits des Spartendenkens städtischen Kulturlebens. Origen reflektiert den tradierten Mythos und fordert ihn mit realer Bühnenarbeit heraus. Origen erobert extreme Landschaftsräume und sucht nach Bewegungsvokabular für  Alpenpässe und Schneelandschaften. Origen erkundet den sakralen Raum und forscht nach Spuren kultischen Theaterlebens. Origen errichtet temporäre Bauten auf Stauseen und Dorfplätzen schafft den theatralen Bezug zur Realität, zur Landschaft, die zur gewaltigen Kulisse wird.

Gründer von Origen ist der Theologe und Theatermann Giovanni Netzer, der bewusst die Blackbox meidet. Origen wirkt im Bauerndorf Riom, bespielt eine mittelalterliche Heldenburg und die prachtvolle Scheune eines Pariser Emigranten. Origen braucht kein Theaterhaus, keine Kellerbühne, kein Werkstattlabor, keinen Operntempel, kein Tanzhaus. Origen spielt in der Welt. Die Welt ist Bühne, sagt Shakespeare. Origen ist Welttheater.

ORIGENAL

Die Reihe «Origenal» erscheint unregelmässig und dokumentiert herausragende Projekte der Kulturinstitution Origen (Riom/Graubünden).

Den Anfang machte das Projekt «La Regina da Saba», ein Fotoband über die Produktion der «Königin von Saba» auf dem Julierpass, die 2010 uraufgeführt wurde. Der Nachfolgeband «Diari d’Origen» erschien 2012 und portraitierte das Ausnahmejahr zum Thema «Babylon» – eng verwoben mit dem Bergdorf Riom. Der dritte Band «Murmarera», dokumentiert die Aufführung des Freilichttheaters «Noah» auf dem Staudamm bei Marmorera im Jahr 2012 sowie den Wandel der Natur in binnen eines Jahres. Der vierte Band, «König im Schnee», dokumentiert die Aufführungen des gleichnamigen Freilichttheaters im Oberengadin. Der fünfte und neuste Band dokumentiert die Geschichte der bemerkenswerten Riomer Emigrantenfamilie Carisch. Und als vorerst letzter Band ist im Dezember 2016 „Souvenirs“ erschienen. Der vorliegende Band resumiert die ersten zwölf Jahre der Kulturinstitution Origen anhand von Essays, Reden, Fotos und Erinnerungen von Mitwirkenden des Festivals.

 

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Uniun per la Litteratura Rumantscha

Intent e profil

L’intent principal da la ULR è la promoziun integrala da la litteratura rumantscha davent dal lectorat professiunal enfin a la vendita da cudeschs.

a ULR s’engascha spezialmain

  • per ina chasa editura rumantscha
  • per realisar ils Dis da litteratura
  • per edir la revista Litteratura
  • per porscher in lectorat ad auturas ed auturs
  • per sustegnair prelecziuns

Purschida

Commembras e commembers da la ULR sustegnan cun lur contribziun annuala las activitads da l’uniun per la promoziun dalla litteratura rumantscha

La ULR porscha ultra da quai

  • mintg’onn nossa revista Litteratura gratuitamain en chasa
  • invitaziun als Dis da Litteratura
  • entrada reducida sin il pass general dals Dis da litteratura
  • infurmaziun davart novas publicaziuns ed acziuns litteraras

La contribuziun annuala, fixada da la radunanza generala 2012, munta a CHF 80.- (40.- per studentAs).

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Bündner Urkundenbuch

Bündner Urkundenbuch

Wichtige Quellen für die Erforschung des Bündner Mittelalters

Urkunden gehören nebst Jahrzeitbüchern, Urbaren und Rödeln zu den wichtigen schriftlichen Quellen für die Erforschung des Bündner Mittelalters. Aus diesem Grund wurde das Bündner Urkundenbuch ins Leben gerufen. Es ist ein Quellenwerk, das zum Ziel hat, sämtliche Urkunden bis zum Jahr 1400, die in irgendeiner Weise das Gebiet des heutigen Kantons Graubünden betreffen, herauszugeben. Bei einem bündnerischen Aussteller, Empfänger oder Rechtsobjekt wird die Urkunde vollständig abgedruckt; bei bündnerischen Zeugen, Schiedsrichtern, Bürgen, Ausstellorten u.a. wird sie in Regenstenform mit kurzer Inhaltsangabe publiziert. Das Bündner Urkundenbuch ist schon deshalb von besonderer Bedeutung, weil es wie das Rätische Namenbuch oder die Kunstdenkmälerbände alle Regionen gleichermassen berücksichtigt. Von Anfang an leistete neben dem Kanton Graubünden der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung einen wesentlichen finanziellen Beitrag an das Editionsunternehmen, ebenso wird dieses von der Historischen Gesellschaft Graubünden und der Stadt Chur unterstützt.

Ein Werk in 8 Bänden

Bereits 1947 ist der erste Faszikel des ersten Bandes erschienen. Das Editionsvorhaben erlebte allerdings nach 1970 einen Unterbruch und wurde erst 1991 wieder aufgenommen. Inzwischen sind sieben Bände von 600 bis 790 Seiten Umfang erschienen. Sie umfassen die Urkunden von 390 bis 1385. Band VII ist 2014 erschienen und enthält die Graubündner Urkunden von 1370 bis 1385. Geplant ist die Fortsetzung des Werkes in einem achten und letzten Band, welcher die Jahre 1386-1400 umfasst.

Bündner Urkundenbuch online

Das Bündner Urkundenbuch ist jetzt auch online verfügbar!
Um die Benutzung der Bündner Urkunden noch einfacher und von überall her möglich zu machen, sind nun die Bände I bis V auf der Website des Staatsarchivs Graubünden als PDF erhältlich. Dadurch sind die edierten Urkunden der Jahre 390 bis 1349 direkt greifbar.

Inhalte der einzelnen Bände

  • BUB I: Urkunden 390 – 1199
  • BUB II (neu): Urkunden 1200 – 1272
  • BUB III (neu): Urkunden 1273 – 1303
  • BUB IV: Urkunden 1304 – 1327
  • BUB V: Urkunden 1328 – 1349

 

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Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte

Publikationen

Das Staatsarchiv Graubünden gibt eigene Publikationen heraus; insbesondere in der Reihe Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte. Hier werden seit 1986 wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte Graubündens veröffentlicht. Neben der Publikation von Abhandlungen dient die Reihe auch der kritischen Edition von wenig bekannten Quellen aus dem Mittelalter, der Frühen Neuzeit und der Moderne. Bisher sind 31 Bände erschienen.
Im laufenden gross angelegten Projekt Bündner Urkundenbuch werden die Graubünden betreffenden Urkunden von 390 bis 1400 ediert. So erscheinen in vollem Wortlaut alle Urkunden, die einen bündnerischen Aussteller oder Empfänger aufweisen beziehungsweise deren Objekte im Kanton Graubünden gelegen sind. In kürzerer Form (Regest) werden Urkunden, die bündnerische Zeugen, Bürgen, Ausstellungsorte oder Ähnliches erwähnen, publiziert. Bisher sind sieben Bände erschienen (Urkunden 390-1385).
In früheren Jahren wurden auch Findmittel („Archivrepertorien“) publiziert sowie weitere Werke mit Quellen zur Archiv-, Wirtschafts-, Kirchen- oder Sozialgeschichte. Die Publikationsliste enthält sämtliche Publikationen der letzten Jahrzehnte.
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Bündner Monatsblatt

Die Desertina Verlag und Logistik AG ist aus der ehemaligen Casanova Druck und Verlag AG hervorgegangen. Zum Unternehmen gehören die beiden Verlage Desertina und Bündner Monatsblatt. Heraugegeben werden Bücher mit Bezug zum Kanton Graubünden, aber auch Zeitschriften aus dem eigenen Verlag oder für Kunden. Der Bündner Buchvertrieb ist eine weitere Abteilung, welche Dienstleistungen vorwiegend für Verlag anbietet.

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Desertina

Die Desertina Verlag und Logistik AG ist aus der ehemaligen Casanova Druck und Verlag AG hervorgegangen. Zum Unternehmen gehören die beiden Verlage Desertina und Bündner Monatsblatt. Heraugegeben werden Bücher mit Bezug zum Kanton Graubünden, aber auch Zeitschriften aus dem eigenen Verlag oder für Kunden. Der Bündner Buchvertrieb ist eine weitere Abteilung, welche Dienstleistungen vorwiegend für Verlag anbietet.

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Institut für Bündner Kulturforschung

Ziel und Zweck des 1985 gegründeten Vereins ist die Förderung und Vermittlung wissenschaftlicher Arbeiten zu den Bündner Kulturen. Als Mitglieder eingetragen sind Privatpersonen, Gemeinden, Vereinigungen, Institutionen und Firmen. Aktuell zählt der Verein rund 730 Mitglieder. Er ist eine gemeinnützige, politisch und konfessionell neutrale Institution.

Vier Jahre nach der Gründung eröffnete der Verein an der Reichsgasse in Chur eine Geschäfts- und Forschungsstelle. Sie vergrösserte sich im Verlauf der 1990er-Jahre stetig und erlangte den vom Bund verliehenen Status einer Forschungsinstitution von nationaler Bedeutung. Im Jahr 2000 ging daraus mit dem Institut für Kulturforschung Graubünden eine eigene Institution hervor. Trotz der Auslagerung des Forschungsbereichs blieben die Verbindungen zwischen Verein und Institut auf inhaltlicher, personeller und organisatorischer Ebene eng.