Bündner Monatsblatt 1/2019

Das Bergell und die Kraftwerke

Das erste Bündner Monatsblatt im Jahr 2019 widmet sich ganz dem Bergell und  dem Staumauer- und Kraftwerkbau der 1950er-Jahre. Die Vorgeschichte dieses Grossprojekts wird ebenso beleuchtet wie die Auswirkungen der Bauarbeiten auf das Leben der Bevölkerung.

Aus langjähriger Verbundenheit mit dem Bergell heraus hat das Autorenpaar Ursula und Andrea Jecklin eine Sozialstudie im zeitlichen Längsschnitt erarbeitet, die räumlich auf den alten Talhauptort Vicosoprano fokussiert ist. Dabei haben sich die Autoren einerseits auf Interviews mit Zeitzeugen, andererseits auf gedruckte und archivalische Schriftquellen gestützt, also Oral History wie auch historische Forschung der herkömmlicheren Art betrieben.

Sie zeigen auf, welche Vorgängerprojekte es in der Region gab und wie es schliesslich zur Konzessionsvergabe an das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich kam. Ebenso beleuchten sie die direkten Berührungspunkte zwischen den Bauarbeitern und dem Leben im Tal. Zugleich entsteht bei der Lektüre ein detaillierter Einblick in die Lebenswelt der Bergellerinnen und Bergeller in den 1950er und 1960er Jahren. Bis zu 1000 Personen lebten während der sechsjährigen Bauzeit zusätzlich im Bergell, was zu erstaunlich wenigen Friktionen führte.

Entstanden ist ein Heft, das einer Tiefenbohrung gleich einen konzentrierten Blick auf das Bergell und das wohl wichtigste Ereignis für das Tal wirft. Das EWZ wurde nicht nur zum wichtigsten Steuerzahler der heute fusionierten Gemeinde, sondern auch zum wichtigsten Arbeitgeber. Die Seilbahn zur Albigna-Staumauer ist noch heute ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots und die Verbindungen zwischen Zürich und dem Bergell sind weiterhin eng.

Das Heft kann in unserem Online-Shop bestellt werden.
Online-Bestellung Heft 1/2019

Das Bündner Monatsblatt ist ein traditionsreiches Periodikum, das seinen Leserinnen und Lesern vielfältige Beiträge zur Kultur in Graubünden bietet. Es erscheint viermal jährlich. Die Herausgeberschaft liegt in den Händen des Instituts für Kulturforschung Graubünden sowie des Bündner Heimatschutzes.