Vernissage Origen

Am Montag, den 28. November 2016, stellte Origen das neue Buch „Souvenirs“ vor, das wie die bisherigen fünf Bände im Verlag Desertina erschienen ist. Der umfassende Band des ehemaligen NZZ-Redaktors Andreas Doepfner dokumentiert die ersten zwölf Jahres des Riomer Festivals mit Essays, Reden, Statements und über hundert unveröffentlichten Bildern. Die Buchpräsentation fand im Saal des Grossen Rates statt, in dem Intendant Giovanni Netzer 2012 der Bündner Kulturpreis verliehen wurde – und der heute Schauplatz einer intensiven Kulturdebatte geworden ist.

Anlässlich der Buchpräsentation sprachen verschieden Redner aus dem Umfeld des Festivals, darunter
– Andrea Hämmerle, Förderverein Pro Origen
– Andreas Gabriel, Lia Rumantscha
– Clau Scherrer, Kapellmeister
– Torry Trautmann, Churer Tänzer
– Martin Leuthold, Schläpfer Textil St. Gallen
– Riikka Läser, Tänzerin

Im Jahr 2005 erhob sich Origens Vorhang zum ersten Mal. Gion Antoni Derungs «Apocalypse» wurde in der Savogniner Martinskirche aufgeführt. In der Waldlichtung von Sarons spielte „Francesco“ im sommerlichen Schneeregen. Die Landschaft war Bühne, von Anfang an. – Zwölf Spielzeiten sind ins Jahr gegangen. Origen ist den Kinderschuhen entwachsen und ein Experiment geblieben. Bahnhöfe wurden bespielt, Sonnengesang gab’s zum Sonnenaufgang, Nocturn zur Mitternacht, Heimwehlied zum Tee. Grosse Häuser verschlug es in die Brache, Garnier schickte die Étoiles, Wien die Neujahrstänzer.  – Andreas Doepfner, vormals für die NZZ schreibend, hat sich der Kinderjahre von Origen angenommen. Der vielleicht beste Kenner Origens hat das grosse Jahrzehnt interpretiert und Erinnerungen gehortet. Dazwischen gestreut wunderbar unveröffentlichte Bilder unserer Hausfotografen, wichtige Reden von Bundespräsidenten und Intendanten und ankedotische Erinnerungen vom Mitarbeitern und Künstlern – darum „Souvenirs“.